Monthly Archive for May, 2008
Logóslogos: Bekannte Logos als pseudo-mathematische Formeln. via.
In der klassischen Werbung werden die tollsten Eigenschaften des Produktes plakativ (also riesig) angepriesen. Die schlechten Eigenschaften stehen im Kleingedruckten. Schauen wir uns einfach mal diese Werbung für einen Laptop von Hofer an:

Geht da nicht etwas an Information ab? Schauen wir mal in die kleine graue Box am linken Rand:

Vista ist es einfach nicht wert groß angepriesen zu werden. Wie tief kann man eigentlich sinken, Microsoft?
Nach Südafrika hat jetzt auch Brasilien Einspruch gegen das Office-Format OOXML (DIS29500) von Microsoft eingelegt.
Die zentralen Kritikpunkte konzentrieren sich darauf, dass beim Problemlösungstreffen [BRM] im Februar in Genf wichtige Punkte nicht hatten behandelt werden können und dass die ISO nicht, wie es nach ihren Regeln erforderlich gewesen wäre, nach 30 Tagen einen Entwurf an die Komiteemitglieder versandte. Link.
Den Text der Beschwerde findet man bei Andy Upgrove.

MTV wird ja schon seit einiger Zeit seinem Namen (Music TeleVision, haha) nicht mehr gerecht, die Klage von Viacam (MTV Mutter) gegen YouTube (bzw. Google) macht sie nicht unbedingt sympathischer. Sehr sympathisch dagegen ist das YouTube-Last.fm Mashup von Tim Bormans. Mein eigenes kleines MTV. So sieht die Zukunft aus. via.
Bei den Grünen kann man sich den Fingerabdruck unseres Innenministers Günther Platter als Sticker bestellen. Das hab ich gemacht und weil der Fingerabdruck auf der Homepage nur sehr klein ist, habe ich einen etwas größeren Scan angefertigt:

Übrigens, auf Platter Watch werden jetzt auch die Fingerabdrücke von anderen Politikern gesammelt. Maria Rauch-Kallat (ÖVP) hat ihn, zB, mit dem Kommentar “Was soll da schon passieren” hergegeben. Nun ja, man könnte sich einen Reisepass anfertigen lassen.

Illustrationen von Jinyoung Shin. via.
Ok zitierie hier einfach mal die Futurezone:
Hinter verschlossenen Türen verhandeln EU-Kommission und US-Behörden über ein neues Copyright-Abkommen, das Tauschbörsenbenutzer kriminalisiert. Zoll und andere Behörden sollen auch in Europa anlasslos Laptops, iPods und andere Datenträger nach “illegalen” Inhalten durchsuchen können.
Auch gut:
Eine ebensolche Passage hatte das EU-Parlament 2007 mit großer Mehrheit aus IPRED2 [Intellectual Property Rights Enforcement Directive 2] entfernt.
Das wiederum passte einer Anzahl von EU-Mitgliedsstaaten, in denen internationale Unterhaltungs- und Medienkonzerne beheimatet sind, nicht ins Geschäft, weshalb im Rat in punkto IPRED2 ein Jahr lang so gut wie nichts weiterging.
Aus diesem Grunde wurde der aus den USA kommende Vorstoß über die G8-Staaten von maßgeblichen EU-Mitgliedern unterstützt.
Sollte der ACTA-Vertrag wie geplant der Verabschiedung von IPRED2 zuvorkommen, wären sämtliche Abänderungen der EU-Parlamentarier obsolet.
Die unter den großen acht vetretenen EU-Mitglieder Deutschland [Bertelsmann], Frankreich [Vivendi Universal] und Großbritannien [Virgin, EMI] haben nun einmal andere wirtschaftliche Interessen als etwa die G8-Nichtmitglieder wie Bulgarien, Österreich und Dänemark, die über keinen derartigen Mediengroßkonzern verfügen.
Ich kommentiere das einfach mal nicht. Auch wenn das wohl etwas ernster zu nehmen ist als die Urheberrechtsabgabe von vor ein paar Tagen (die sich ja als Ente rausstellte).
Links:
- Wikileaks: Proposed US ACTA multi-lateral intellectual property trade agreement (2007)
- Heise: ACTA: Kritik an geplantem Abkommen gegen Produktpiraterie
- Futurezone: IPod-Kontrollen auf dem Flughafen
via.
Ich heute eine Mail erhalten ob ich nicht über ein neues, ganz ganz tolles Produkt schreiben möchte. Ich hab abgelehnt, hauptsächlich wegen dieser Zeilen auf der Homepage der Agentur die mir geschrieben hat:
Mit unserer bunten Community aus Trendsettern und Opinion Leadern bringen wir neue Produkte online und offline ins Gespräch – ob in Weblogs, Chat-Foren, oder beim Latte Macchiato mit der besten Freundin.
Gemeinsam kreieren wir auf ganz unklassische Weise einen Buzz, der es in sich hat.
Denn nichts ist so wirkungsvoll wie Mundpropaganda.
Und jetzt möchte ich gerne wissen die betrunken oder bekifft der Texter dieser Zeilen war. Kann man sowas ernst meinen?
Den Namen der Firmen sag ich jetzt natürlich nicht, sonst würde das virale Marketing ja funktionieren und das wäre gegen den Sinn dieses Postings.



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