Nostalgie! (hach)

Ausgerechnet jetzt, in Zeiten der Informationsüberflutung, erlebt der Traum von der Weltenzyklopädie eine Renaissance – als Verzeichnis der Inhalte des Internet. Der populärste der zahllosen Netzkataloge, von seinen Gründern “Yahoo!” (zu sprechen wie ein Freudenschrei) getauft, beginnt nun auch deutsche Daten einzusortieren.

Der amerikanische Mutterkatalog beschäftigt mittlerweile 50 berufliche “Surfer”. Sie durchstöbern das Netz auf der Suche nach unkartiertem Datenterrain und tragen ihre Fundstücke zusammen.

Über 300 000 Netzadressen hat Yahoo bereits gespeichert. Die 14 Leitkategorien, wie “Kunst”, “Gesellschaft” oder “Sport”, verzweigen sich inzwischen in 20 000 Untergruppen. Schritt für Schritt, so das Prinzip, kann der Benutzer das Suchziel einkreisen, von allgemeinen zu immer spezielleren Gebieten.

Kontrolliertes Chaos (DER SPIEGEL 44/1996). via.

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