Kostenlose und kostenpflichtige Apps

Ein Problem das jeder Startupgründer hat, ist wie verdiene ich mit meiner App, meiner Software oder meiner Webseite Geld. Ein Weg ist es seine Dienste gratis anzubieten, versuchen eine riesige Benutzerbasis aufzubauen und später damit Geld zu verdienen. Zum Beispiel über Werbung. Diesen Weg geht etwa Instagram. Es wird grässlich werden. Ein bisschen Textwerbung in der Googlesuche oder auf Twitter geht ja noch, aber ich hasse Werbung in mobilen Apps. Es ist so ziemlich die schlimmste Form von Werbung, ein Bildschirm der so klein ist wie es nur irgendwie geht wird durch Werbung plötzlich noch kleiner. Das ist auch der Grund warum ich auf meinem iPhone fast gar keine kostenlosen Apps installiert habe. Weil ich Werbung hasse und weil ich gerne Geld dafür bezahle keine Werbung sehen zu müssen.

Wenn ich meinen iPhone Apps Artikel noch einmal durchschaue, dann habe ich folgende kostenlose Apps installiert:

  • Evernote
  • Evernote Food
  • Spotify
  • qando
  • Scotty
  • Wiener Linien
  • Kindle
  • iBooks
  • Amazon Mobil
  • Find My Friends
  • Find My iPhone
  • Dropbox
  • Skype
  • PhotoSynth
  • LEO
  • Shazam
  • Facebook
  • Facebook Messenger
  • Tumblr
  • Fancy
  • WordPress
  • Quora
  • SoundCloud
  • Google
  • Pinterest
  • Miso
  • Instagram
  • Path
  • Stamped
  • Flipboard
  • Onavo
  • Öffnungszeiten

Oh, das sind mehr als ich dachte.

Evernote, Evernote Food und Spotify fallen weg, da ich Premium User bei diesen Diensten bin, sprich dafür monatlich zahle. qando, Scotty und Wiener Linien sind Apps von Unternehmen die ich mit meinem Steuergeld und Ticketkäufen unterstütze. Mit Kindle und iBooks kann ich gekaufte Inhalte konsumieren, also existiert kein Grund diese kostenpflichtig zu machen. Mit Amazon Mobil kann ich einkaufen, also ist auch klar wodurch die Entwicklung finanziert wird. Find My Friends und Find My iPhone sind Apps von Apple und wurden damit durch den Kauf des iPhones finanziert. Skype und Dropbox haben ebenfalls ein Premium-Modell, durch die kleine Menge an zahlenden Kunden wird die große Masse an nicht zahlenden Kunden finanziert. PhotoSynth ist eine App von Microsoft, dient als Showcase und wird daher vermutlich aus der Portokassa finanziert. In LEO wird bereits Werbung angezeigt und ich würde jederzeit für eine werbefreie Version bezahlen. Das gilt auch für Shazam.

Dann kommen ein paar App-Ableger von Webservices: Facebook, Facebook Messenger, Tumblr, Fancy, WordPress, Quora, SoundCloud, Google, Pinterest und Miso. Derzeit wird in keiner dieser Apps (meines Wissens) Werbung angezeigt, aber bei jeder dieser Apps wäre es jederzeit möglich, dass Werbung eingeblendet wird. Zuletzt noch einige App-only Dienste: Instagram, Path, Stamped und Flipboard. Hier gibt es keine Webseite auf der man Werbung einblenden könnte, daher ist es unvermeidlich das hier irgendwann einmal Werbung angezeigt wird. Oder dass das Konzept nicht aufgeht und die App verschwindet. Onavo ist ein Dienst der im Hintergrund läuft, ich habe keine Ahnung wie sie sich mit Werbung finanzieren wollen, vermutlich wird der Dienst irgendwann kostenpflichtig werden (zumindest Freemium) oder untergehen. Bei Öffnungszeiten habe ich keine Ahnung, als ich die App heruntergeladen habe, war sie nicht kostenpflichtig.

Es gilt also was Neven Morgan im eingangs erwähnten Tweet geschrieben hat (so ungefähr): Kostenpflichtige Apps können gut oder schlecht sein. Kostenlose Apps können auch gut oder schlecht sein, aber egal wie gut sie sind, irgendwann muss man damit Geld verdienen und dann werden sie schlechter.

So. Eigentlich wollte ich über etwas ganz anderes schreiben, aber ich bin irgendwie abgedriftet. Kann passieren. Jetzt habe ich Hunger.

One thought on “Kostenlose und kostenpflichtige Apps

  1. Sehr guter Artikel! Bin völlig deiner Meinung. Ich gebe auch lieber Geld aus, allein damit diese hässliche Werbung weg ist.
    Und vermutlich wirst du mit Instagram Recht behalten. Was schade wäre. Eine letzte alternative Finanzierungsquelle könnte vielleicht noch der “Spendenaufruf” werden. Aber wohl eher nicht.