Gute Nachrichten

Das Amtsgericht Offenburg hat die Rückverfolgung von IP-Adressen durch die Staatsanwaltschaft untersagt. Dies dürfe nur auf richterliche Anordnung hin geschehen. Außerdem ordnete das Gericht das Anbieten einiger weniger Songs in Tauschbörsen der Bagatellkriminalität zu.

Hört sich doch gut an.

Und das auch:

Die Offenburger Richter waren außerdem der Meinung, dass Schadensforderungen der Industrie in den meisten Fällen überzogen seien. Es gelten auch hier die Gesetze des Marktes. “Beim Preis 0 fragt auch derjenige ein Produkt nach, für das er sonst nicht mal einen Cent ausgeben würde.”

Sehr, sehr gut dass das auch ein Gericht mal festgestellt hat. Ich meine, wenn die Musikindustrie immer schön sagt: Die Leute haben x-tausend Alben aus dem Internet heruntergeladen, deshalb haben wir x-tausend mal [Albumpreis] weniger verdient. Die Rechnung geht einfach nicht auf. Weil, wenn ein 16-jähriger Schüler im Monat 10 Alben oder mehr herunterlädt, dann würde er niemals 10 Alben kaufen. Erstens würde das über 150 Euro im Monat kosten (und soviel hat er sicher nicht pro Monat zur Verfügung). Und zweitens, wenn er einen Song im Radio (oder auf YouTube oder sonstwo) hört und der gefällt ihm, dann wird er sich eventuell gleich das ganze Album herunterladen. Kostet ja nichts. Aber 15 Euro für das Album ausgeben. Vor allem, in den meisten Musikgeschäften (Saturn zum Beispiel) kann man gar nicht mehr das ganze Album probehören, sondern nur mehr 30 Sekunden Schnipsel von jedem Lied. Nein, danke…

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