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Anti-Piraten sind auch nur Piraten

Nach einem Bericht der italienischen Tageszeitung La Sicilia ist der italienischen Polizei ein großer Schlag gegen die Piraterie gelungen. Im Zuge einer Sonderoperation konnten 3000 illegale Smartcards zum kostenlosen Empfangen von Pay-TV-Programmen, 2000 Geräte zum Klonen der Karten, 102 Rechner sowie 50.000 Euro in bar sichergestellt werden.
Brisant

Besonders heikel für die Anti-Piraterie-Vereinigung European Association for the Protection of Encrypted Works and Services (AEPOC): Unter den 130 international Verdächtigten sind auch einige Mitglieder der Anti-Piraterie-Einheit und sogar deren Generalsekretär Davide Rossi höchst persönlich. Welche Vorwürfe Rossi genau gemacht werden, ist bislang allerdings noch nicht bekannt.

Haha.

Die Zeiten werden besser

Na also, geht doch.

Dann [Anfang 2008] nämlich tritt eine Reform der Strafprozessordnung in Kraft, die bei Privatanklagedelikten keine Vorerhebungen mehr vorsieht.

Rechteinhaber können dann nicht mehr auf die Hilfe des Gerichts hoffen, wenn sie von Internet-Anbietern auf Basis von IP-Adressen die Identität von Tauschbörsennutzern ausfindig machen wollen, die sich mutmaßlich eines Urheberrechtsvergehens schuldig gemacht haben.

Und am Ende siegen die Bösen

Das Leben ist eben doch kein Hollywoodfilm. Die Guten werden verlieren und die bösen Verbrecher werden siegen. Zumindest in der Schweiz.

Der Schweizer Nationalrat hat während seiner gestrigen Beratung zur Modernisierung des Urheberrechts bekräftigt, dass der Musikdownload aus dem Internet zum persönlichen Gebrauch uneingeschränkt zulässig bleibt. Für Verbraucher wäre es schwierig und ummöglich, zwischen legalen und illegalen Quellen zu unterscheiden, sagte laut Medienberichten Viola Amherd von der CVP. Das käme einer Kriminalisierung der Verbraucher gleich.

Heise. via.

Gute Nachrichten

Das Amtsgericht Offenburg hat die Rückverfolgung von IP-Adressen durch die Staatsanwaltschaft untersagt. Dies dürfe nur auf richterliche Anordnung hin geschehen. Außerdem ordnete das Gericht das Anbieten einiger weniger Songs in Tauschbörsen der Bagatellkriminalität zu.

Hört sich doch gut an.

Und das auch:

Die Offenburger Richter waren außerdem der Meinung, dass Schadensforderungen der Industrie in den meisten Fällen überzogen seien. Es gelten auch hier die Gesetze des Marktes. “Beim Preis 0 fragt auch derjenige ein Produkt nach, für das er sonst nicht mal einen Cent ausgeben würde.”

Sehr, sehr gut dass das auch ein Gericht mal festgestellt hat. Ich meine, wenn die Musikindustrie immer schön sagt: Die Leute haben x-tausend Alben aus dem Internet heruntergeladen, deshalb haben wir x-tausend mal [Albumpreis] weniger verdient. Die Rechnung geht einfach nicht auf. Weil, wenn ein 16-jähriger Schüler im Monat 10 Alben oder mehr herunterlädt, dann würde er niemals 10 Alben kaufen. Erstens würde das über 150 Euro im Monat kosten (und soviel hat er sicher nicht pro Monat zur Verfügung). Und zweitens, wenn er einen Song im Radio (oder auf YouTube oder sonstwo) hört und der gefällt ihm, dann wird er sich eventuell gleich das ganze Album herunterladen. Kostet ja nichts. Aber 15 Euro für das Album ausgeben. Vor allem, in den meisten Musikgeschäften (Saturn zum Beispiel) kann man gar nicht mehr das ganze Album probehören, sondern nur mehr 30 Sekunden Schnipsel von jedem Lied. Nein, danke…

us studenten beugen sich der riaa

Rund ein Viertel der vom US-Musikindustrieverband RIAA wegen Urheberrechtsverletzungen ermahnten US-Studenten stimmen einer außergerichtlichen Einigung zu.

via.

derweil verklagt die riaa eine 10-jährige. das wird ja immer besser. via.