Anmerkungen zu Musik 4.0 (Teil 2: Konzerte & Merchandise)

Die erste Anmerkunge zu meinem Beitrag Musik 4.0 beschäftigte sich mit der Zukunft des Radios, hier möchte ich mir Gedanken über die Zukunft von Konzerten & Merchandise machen.

Ich glaube das Konzerte sich nicht wesentlich ändern werden. Es wird vielleicht Dinge wie das Handyticket (der Kartenabreiser wird durch einen Computer ersetzt der, zB der Bluetooth, das Ticket überprüft) oder das CD/Konzert-Kombipaket geben, aber im Prinzip wird sich nicht viel ändern. Das gleiche gilt für Merchandise, also T-Shirts, etc.

Es wäre aber durchaus realistisch das Bands ihre Musik gratis oder für einen sehr geringen Preis hergeben und hoffen dadurch eine Fanbasis aufbauen zu können und Geld durch Konzerte und Merchandise zu verdienen. Ich denke aber das dies nicht die langfristige Taktik einer Band sein kann, aber es ist denkbar das eine Band so die Aufmerksamkeit einer Plattenfirma auf sich ziehen kann. Dazu muss man natürlich sagen das dieses Prinzip nicht unbedingt neu ist, schon seit langer Zeit geben junge, unbekannte Bands ihre Alben, Singles, EPs auf selbstgebrannten CDs (und davor Kassetten) zum (fast) Selbstkostenpreis an ihre Fans weiter. Durch das Internet kann aber ein weit größeres Publikum erreicht werden. Vor allem Musikblogs und last.fm-ähnliche Portale (ich sage ganz bewusst “ähnliche”, last.fm ist, im Moment, zu sehr auf bereits bekannte Bands zentriert) könnten hier eine große Chance für die Bands sein.

Was im Bereich des Merchandise machbar und sicher auch sinnvoll wäre, wäre die Fans mehr in die Gestaltung der Artikel einzubeziehen. Die Fans sind in vielen Fällen um einiges kreativer als die Agenturen der Bands bzw. Labels. Designwettbewerbe für T-Shirts, Pullover und eventuell sogar Cover könnten die Aufmerksamkeit für eine Band erhöhen. Von der Aufmerksamkeit abgesehen: schon jetzt gestalten viele Fans eigene Motive für T-Shirts und lassen diese im Copyshop oder über Spreadshirt (ua) drucken. Bei diesen Artikeln verdient die Bands nicht mit. Ein System bei dem die Band und der Gestalter an verkauften Artikeln verdient hätte für beide Seiten Vorteile. Die Fans würde tolle neue Motive für Merchandiseartikel verwerfen und dadurch wird die Band mehr Artikel verkaufen und durch den Bekanntheitsgrad der Band würden die Gestalter mehr Aufmerksamkeit erhalten und ebenfalls mehr Artikel verkaufen. Dazu ist es aber natürlich auch notwendig das verwendete Materialien wie Bandfotos, Logos, etc unter einen entsprechenden Lizenz (zB Creative Commons) verfügbar sind.

Die Zukunft wird zeigen ob eine Band nur von Konzerten und Merchandise Artikeln leben kann und will (ich als Nichtmusiker denke zumindest das eine lang Tour wesentlich anstregender ist als eine CD aufzunehmen). Zumindest bei den Merchandiseartikeln gibt es aber durchaus Potenzial, vor allem durch Web 2.0 Dienste wie Spreadshirt.

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