Liebe Leserlis,

nach der gestrigen Party haben wir (meine Mitbewohnlis, die Gebrüder Steinbrecher und ich) heute beim Mittagessen die Lösung für eines der größten das größte Problem der deutschen Sprache gefunden. Das “-innen-Problem”.

Die einberufenen Expertlis fordern die Abschaffung der geschlechtsspezifischen Artikel der und die im Zusammenhang mit Funktionsbezeichnungen und die geschlechtsneutrale, also sächliche, Bezeichnung sämtlicher Funktionen, wie das Bürgerli anstatt von der Bürger und die Bürgerin.

Anders als bei der Rechtschreibreform soll diese Sprachform nach dem Bottom-Up-Prinzip durchgeführt werden, also vom Volke ausgehend. Zusätzlich sollen prominente Lobbyistlis für die Sache angeheuert werden. Die Expertlikommission hat dazu Herbert Prohaska, Erhard Busek, Christl Stürmer und den Kaiser vorgesehen.

Erklärtes Ziel ist dass der Bundeskanzlerpräsident die Neujahrsansprache am 1.1.2010 mit “Liebe Bürgerli” beginnt.

11 thoughts on “Liebe Leserlis,

  1. des is wirklcih mal einer der wenigen vernüftigen vorschläge die ich in letzter zeit so gehört hab! obwohl ich die befürchtung hab das wir uns da sprachlich sehr der schweiz annähern .. was aber eh irgendwie witzig wär!

  2. Die Annäherung ist ja auch durchaus beabsichtigt. Und für den Weltfrieden wäre das auch durchaus sinnvoll, ich glaube zB, dass das Führli mit dieser Sprachreform niemals an die Macht gekommen wäre…

  3. hehe eigentlich werden dadurch die artikel der und die großteils eifoch nutzlos .. sehr radikal des gfoit ma

  4. In unserer Expertlikommission gibt es ja auch Hardliner (Resi) die die Abschaffung der Artikel ganz komplett fordern. Das war uns dann aber doch zu radikal.

  5. also,

    in meiner umgebung bisher nur positive reaktionen auf den vorschlag..!

    als koordinator der expertlikommission möchte ich festhalten, dass die artikel ‘der’ und ‘die’ keineswegs nutzlos werden; weiterhin heisst es ‘der bürgermeister’, ‘die päpstin’, ‘das familienoberhaupt’.
    nur wenn beide geschlechter angesprochen werden gilt die -liform. also unternehmerlis, schülerlis oder mörderlis. aus diesem grund wird auch vorrangig die mehrzahl ‘-lis’ verwendet werden, es sei denn man spricht vom durchschnittsbürgerli, österreicherli oder häuslbauerli. in diesen fällen wird ja (auch bisher) über die einzahl eigentlich eine gesamtheit (oder ein stellvertretendes typisches exemplar) gemeint.

    bei unsicherheiten bezüglich der korrekten bildung der -liform wird von sebastian steinbrecher ein klares und verständliches regelwerk erarbeitet werden.

    so, und nach dessen lektüre sollte der bundespräsident (bzw. dessen nachfolgerli) im kalten jänner 1020 auch korrekt “liebe bürgerlis” sagen.

  6. Achtung, lieber Florian!

    Selbstverständlich hält der Bundespräsident die Neujahrsansprache, und nicht der Kanzler; bitte um Korrektur.

  7. ausserdem, weil es sich ja um ein germanistisches thema handelt.. ‘dass’ bitte mit doppel-s an dieser stelle..;)