Diese Vorratsdatenspeicherung gibt es in Deutschland ja jetzt wirklich

Und da hat auch wer mal was ausgerechnet:

Wenn von den etwa 80 Millionen Einwohnern der Bundesrepublik nur 50 Millionen täglich einmal telefonieren, eine SMS und eine E-Mail verschicken, dann ergibt das 150 Millionen Absender pro Tag, nimmt Pau in einer Mitteilung vom Freitag an.

“Die Empfänger werden ebenfalls erfasst, somit fallen Tag für Tag 300 Millionen Daten an. Sie alle sollen sechs Monate gespeichert werden. Also summieren sich die erfassten Datensätze auf knapp 55 Milliarden.

Das hört sich jetzt schon relativ impossant an, aber realistisch ist eher die 10-fache Menge an Daten, also 550 Milliarden. Oder mehr. Und wenn man in letzter Zeit schon ständig hört das irgendwo wieder ein paar hunderttausend Daten verloren hat dann wir es mit der Vorratsdatenspeicherung nicht lange dauern bis ein paar Millionen oder sogar Milliarden Daten in den Weiten des Internets landen. Man muss ja auch bedenken das man auf einer Standard 1TB-Festplatte Millionen oder sogar Milliarden dieser Datensätze speichern kann. Und da gibt es dann sicher immer irgendwelche Vollhonks die alte Platten auf Ebay verkaufen und vergessen die Dinger richtig zu formatieren. Ich sehe rosige Zeiten.

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2 thoughts on “Diese Vorratsdatenspeicherung gibt es in Deutschland ja jetzt wirklich

  1. Tja, was man nicht alles für die Sicherheit tut. Ein anderes Beispiel dafür, dass es in Themen, in denen sich jemand durchsetzen kann, schnell gehen kann, ist die Finanzkrise: Wenn es um (mittlerweile) kleine Haushaltsbeträge geht, kann man monatelang darüber diskutieren, ob man diese ausgeben darf, aber wenn es darum geht, Banken zu retten, fließen ganz schnell einmal Milliarden von Euros.
    Wie kommt es nur zu solchen plötzlichen Interessengleichheten?

  2. Naja das mit den Banken ist ja etwas anderes. Hätten die Regierungen da nicht schnell reagiert wäre die Wirtschaft in einen Strudel geraten aus dem sie nicht mehr so schnell herausgekommen wäre. Außerdem bedeutet ja mehr Geld für die Banken, mehr Geld für die Firmen und daher mehr Steuern für den Staat. Bei solchen Ausgaben reagieren Regierungen relativ schnell, während sich andere (oft vergleichsweise geringe) Ausgaben nicht oder erst nach vielen Jahren rechnen. Bildungssystem ist da so ein Beispiel, da wäre dringend mehr Geld nötig, aber bis sich das positiv auswirkt vergehen halt ein paar Jährchen und da ist dann halt wieder eine andere Regierung an der Macht…