Tag Archives: Film & Fernsehen

Re: Echt krass: Game of Thrones

Johnny Haeusler über die explizite Darstellung von Gewalt in Game of Thrones:

Horror soll Horror sein. Schon klar. Doch je mehr ich davon in einer TV-Serie sehe, desto weniger Empathie empfinde ich für die Opfer. Denn ich gewöhne mich an den Horror, etwas anderes bleibt mir auch kaum übrig.

Vielleicht ist es nur bei mir so, aber ich sehe das genau umgekehrt. Wenn ein Charakter von einer scharfen, kräftig geschwungenen Axt am Kopf getroffen wird, tot umfällt, aber abgesehen von einem bisschen Blut das ihm aus dem Mund läuft keine weiteren besonderen äußerlichen Verletzungen aufweist, dann ist das für mich Verharmlosung von Gewalt. Sehe ich stattdessen den zerschmetterten Kopf des Getöteten, dann sehe ich welche Auswirkungen so eine Axt wirklich hat.

Persönlich musste ich bei Game of Thrones einigen Stellen wegsehen, da es mir zu grausam wurde, aber durch die gezeigte Brutalität wird einem auch die tatsächliche Brutalität in einem Kampf um Leben und Tot bewusst. Wenn ein Familienmitglied vor den Augen des Charakters grausam umgebraucht wird, erhält der Schmerz den dieser empfindet ganz neue Dimensionen.

Dieser Text würde sich wesentlich leichter lesen lassen, wenn ich spoilern würde. Aber ich bin nicht so gemein.

Letterboxd

Letterboxd

Letterboxd ist ein neues Social Network für Filmfans. Das Hauptfeature ist das Filmdiary, damit kann man eintragen wann man welchen Film geschaut hat. Zusätzlich kann mein ein Review verfassen, den Film bewerten und liken (warum man bewerten und liken kann, keine Ahnung). Zusätzlich gibt es das übliche Follow-Prinzip, Listen, Streams und eine Watchlist auf der man Filme, die man noch sehen will eintragen kann. Mein Profil.

Ich habe noch eine Einladung zu vergeben. Das erste Kommentar (mit E-Mail-Adresse) gewinnt.

The Social Network

The Social Network

Ich bin ein wenig spät dran. The Social Network lief im Oktober im Kino an, aber in den letzten fünf Monaten hatte ich nie das dringende Bedürfnis mir einen Film über Facebook anzuschauen. Immerhin verschwende ich schon genug Zeit auf dieser Seite. Sonntagabend hatte ich Zeit. Wie sich herausstellte, hätte ich die Zeit besser verschwenden können.

Nicht wirklich spannend, keine Liebesgeschichte, keine heißen Sexszenen, nur sehr viel Drama. Allerdings nicht die gute, mitreißende Art von Drama, sondern die Art von Drama, bei der man häufig gähnen muss. Der Film hatte aber auch etwas gutes: ich habe es endlich geschafft Sparkle im Master-Modus durchzuspielen.

Heavy Metal in Baghdad

Ein Film den ich unbedingt sehen möchte: Heavy Metal in Baghdad. Derzeit in der Schikaneder in Wien.


YouTube-Direktlink: Heavy Metal in Baghdad.

Heavy Metal in Baghdad.

Leroy räumt auf

[...] Ich weiß wie man dem Faschismus am meisten schaden kann. Indem man ihn kommerzialisiert. Die Neonazis sind die einzige noch funktionierende Subkultur. Alle anderen Jugendkulturen wurden von der Industrie geschluckt. Aus dem Punk wurde New Wave, bis irgendwann jede Sekretärin eine blaue Strähne hatte. Aus den Hausbesetzern wurde die Toskanafraktion und was aus den Terroristen wurde siehst du an Otto Schily. Ich meine, ich will jetzt nicht den Terroristen das Wort geben. [...] Wir gründen eine Skinheadboygroup.

aus dem Kurzfilm Leroy räumt auf von vor 2 Jahren. Ende September kommt das Ganze als Kinofilm. via.

Tarantino hätte es gefallen…

so wie es geregnet hat als ich zum Kino gegangen bin. Ach was geregnet, geschüttet hat es. Sintflutartig war das. Noah damals hatte geringer Probleme. Aber gegangen bin ich dann trotzdem. Obwohl ich kurz überlegt habe. Morgen ist ja auch noch ein Tag, dachte ich mir. War mir bei einem weiteren Blick aus dem Fenster aber nicht mir so sicher und bin dann doch gegangen. Und habe etwas gemacht was ich bisher noch nicht gemacht hatte. Ich habe einen Schirm benützt. Also Kopfhörer auf. Am iPod das neue Album von Interpol. Und den Schirm aufgespannt.

Das war eine komplett neue Erfahrung für mich. Die Nacht war so dunkel so wie sie in einer Stadt eben ist. Also fast gar nicht. Die Straßen trotzdem menschenleer. Der Regen. Und die Blitze. Und der Donner. Nur leise, weil Interpol auf voller Lautstärke. Mittendrin ich, mit einem leuchtend orangen Regenschirm. Das war ja das neue, weil ich vorher noch nie mit einem Regenschirm durch die Stadt gegangen bin. Aber so war zumindest die obere Hälfte von mir halbwegs trocken. Aber alles unter dem Gürtel dafür komplett nass. Ich glaube Two-Face muss sich so fühlen…

Beim Kino bin ich also dann zur Hälfte nass angekommen. Mein Angebot, meine Schuhe als Swimmingpool zu benutzen, hat dann aber keiner angenommen. Egal, eigentlich wollte ich ja über Death Proof schreiben. Der neue Film von Quentin Tarantino. Und in dieser Hinsicht hat das natürlich gepasst. Das mit dem Regen. Continue reading

Die Simpsons, der Film

Simpsons - Der Film

Ok, jetzt also noch mehr Simpsonscontent. Ein bisschen noch. Diesmal: der Film. Und eines vorweg, ich werde hier kein Review schreiben, so etwas sollen Leute machen die davon Ahnung haben, ich schreibe hier nur ein paar Gedanken zu dem Film auf…

Es war also Freitag Abend, als ich etwas sah, auf dass ich Jahre gewartet hatte. Die Simpsons im Kino. Nachdem, angesichts der Ticket- und Popcornpreise, der Werbespruch des Kinos “Viel Kino für wenig Geld” den gesamten Saal etwas verwirrte, fing das Spektakel an.

Der Film war etwas anders als ich erwartet, oder besser: als ich gehofft hatte. Zum Beispiel sind einige der grandiosesten Charaktere ziemlich untergegangen. Apu zum Beispiel. Oder Mr. Burns. Im Prinzip kann man sagen, das die Handlung zu sehr auf die Simpsonsfamilie zentriert war. Klar, normalerweise gibt es in jeder Folge ein paar, ich sage mal, Hauptnebencharaktere. Also in der einen Folge ist Apu einer der Hauptcharaktere, in einer anderen Mr. Burns. Aber im Film hatte eigentlich keiner der Nebencharaktere auch nur irgendwie einen wichtigen Part.

Mich hat aber am meisten diese Bart-Ned Geschichte genervt. Ich verstehe die Idee dahinter und die ist ja nicht schlecht. Aber das ist nicht der Bart den wir kennen. Bart ist nicht der Typ der mit Ned angeln geht. Und nichts dabei anstellt. Keinen Hintergedanken dabei hat. Die Skateboardszene am Anfang, dass war typisch Bart. Bis auf die Sache mit dem Klatschen und den Lawinen war dann nicht mehr viel Slapstick von Bart zu sehen. Schade.

Und es gibt im Film auch Szenen und Dialoge die Kult werden. Zum Beispiel die, schon im Trailer angeteased, Spider-Schwein Szene.

Trotzdem ist der Film sehenswert. 90 Minuten Simpsons. Das reicht für einen Anschaubefehl. Mit ein paar extrem kitschigen Szenen…

Marge Simpson by Versace

Marge Simpson by Versace

Das Marketing für den Simpsons Film läuft auf vollen Touren. Deshalb sind die Simpsons nun auch in einer Modezeitschrift gelandet. via.

Simpsons Soundtrack

Sexszenen von der EU