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Re: Echt krass: Game of Thrones

Johnny Haeusler über die explizite Darstellung von Gewalt in Game of Thrones:

Horror soll Horror sein. Schon klar. Doch je mehr ich davon in einer TV-Serie sehe, desto weniger Empathie empfinde ich für die Opfer. Denn ich gewöhne mich an den Horror, etwas anderes bleibt mir auch kaum übrig.

Vielleicht ist es nur bei mir so, aber ich sehe das genau umgekehrt. Wenn ein Charakter von einer scharfen, kräftig geschwungenen Axt am Kopf getroffen wird, tot umfällt, aber abgesehen von einem bisschen Blut das ihm aus dem Mund läuft keine weiteren besonderen äußerlichen Verletzungen aufweist, dann ist das für mich Verharmlosung von Gewalt. Sehe ich stattdessen den zerschmetterten Kopf des Getöteten, dann sehe ich welche Auswirkungen so eine Axt wirklich hat.

Persönlich musste ich bei Game of Thrones einigen Stellen wegsehen, da es mir zu grausam wurde, aber durch die gezeigte Brutalität wird einem auch die tatsächliche Brutalität in einem Kampf um Leben und Tot bewusst. Wenn ein Familienmitglied vor den Augen des Charakters grausam umgebraucht wird, erhält der Schmerz den dieser empfindet ganz neue Dimensionen.

Dieser Text würde sich wesentlich leichter lesen lassen, wenn ich spoilern würde. Aber ich bin nicht so gemein.

Gangs, New York und die Liebe

Mad Love Title Card

Grob kann man die Serien, die ich schaue in zwei Kategorien einteilen: Drama und Sitcom. Letztere kann man auch noch genauer definieren. Erste auch, aber um die geht es hier nicht. Also Sitcoms. Da gibt es zum einen Familienserien (The Simpsons, Family Guy, The Middle, Modern Family, American Dad!, Raising Hope, The Cleveland Show, Two and a Half Men, …) und zum anderen Gangserien. Also Serien über eine Gruppe von Menschen. Oft sind sie, oder ein Teil davon, Mitbewohner und immer besteht die Gruppe aus unterschiedlichen Typen. Da gibt es zum Beispiel einen hoffnungslosen Romantiker, einen Frauenheld, einen naiven und so weiter. Nicht unbedingt notwendig, aber gerne gesehen ist es auch, wenn es zwischen zwei Mitgliedern der Gang knistert, oft mit langem hin und her, mal mit Beziehung und dann wieder ohne. New York als Schauplatz ist auch sehr beliebt. Praktisch jede Gangserie baut genau auf diesem Schema auf. Friends, How I Met Your Mother, The Big Bang Theory, It’s Always Sunny in Philadelphia, Scrubs, Futurama und sogar Golden Girls. Seit einer Woche oder so hat sich zu meiner wöchentlichen Serienliste eine weitere dieser Gang Serien hinzugesellt: Mad Love.

Location ist New York, Ben (Jason Biggs) lernt Kate (Sarah Chalke) kennen und es knistert zwischen den beiden. Auf das erste Date bringen er seinen besten Freund Larry und Kate ihre beste Freundin und (Überraschung) Mitbewohnerin Kate mit. Zwischen den Mitbringseln läuft es nicht so gut, die beiden können sich nicht ausstehen. Außerdem ist Ben noch in einer Beziehung und das alles ist gar nicht so unkompliziert. Ein Punkt der die ganze Sache irgendwie interessant macht, ist das Ben und Kate sich von Anfang an mögen und eine Beziehung anstreben, das vom anderen aber natürlich nicht wissen und das ist dann natürlich meistens witzig. Derzeit sind die ersten fünf Episoden der ersten Staffel in Amerika gelaufen und ich finde die Serie recht gut. Klar, sie ist nicht unendlich innovativ, die Grundprinzipien kennt man, wie bei How I Met Your Mother wird die Gang auch hier viel Zeit in einer Bar verbringen, aber nicht immer muss alles schrecklich neu sein. Manchmal möchte man sich einfach nur ein Bier öffnen, sich zurücklehnen und ab und zu laut loslachen.

Übrigens: eine einzige Sitcom, die ich schaue, konnte ich nicht in das Schema Familie oder Gang einordnen: 30 Rock.

Why We Fight

Die amerikanischen Drehbuchautoren streiken. Warum? Darum:


YouTube-Direktlink.

Mehr zum Streck im Standard und in der Futurezone.

Badabing

Sopranos

Ich frage mich, wieviele Episoden der Sopranos ein Mensch pro Tag sehen kann? Denn dies ist einer der Gründe warum ich hier weniger blogge. Ich bin süchtig.

Ohren zu und durch

Kopfhörer
Foto (c) *MarS

Normalerweise wenn ich im Fernsehen Berichte über Dummheiten der Jugend sehe, denke ich mir: Ja, habe ich auch gemacht, aber das ist vorbei. Und obwohl ich erst 21 bin, wirkt es wie wenn es Jahrzehnte aus wäre. Manchmal denke ich mir dann, scheiße, bin ich schon so alt und erwachsen.

Gestern, während einer längeren Straßenbahnfahrt (was in dieser kleinen Stadt bedeutet, ich bin 20 Minuten vom Zentrum bis zur Endstation gefahren), fiel mir ein ebensolcher Bericht, den ich vor einigen Monaten gesehen hatte, plötzlich ein. Ich weiß nicht warum genau bei dieser Straßenbahn fahrt. Aber es war gestern Abend, da fiel mir wieder der Bericht ein, in dem getestet wurde, wie schädlich das laute “Musik-über-Kopfhörer” hören den ist. Da haben sie die “Kids” vor der Schule angehalten und getestet wie laut die Musik hören. Und dann haben die ihnen anhand von tollen Beispielen erklärt. Also, wenn du 1 Stunde so Musik hörst, ist das wie wenn du neben der Autobahn wohnst. Und so.

Und gestern viel mir das alles dann wieder ein. Weil ich bin natürlich auch in der Straßenbahn gesessen und Kopfhörer genau so laut, das man von der Umgebung nichts mehr mitkriegt. Mein Gehör will ich mir damit nicht zerstören, aber es muss sein. Wenn ich das alles mitkriege, was da neben mir gesprochen wird. Und telefoniert. Und dann noch Handys mit Stereo-Lautsprechern und MP3-Funktion. Eines der größten Verbrechen der Technologieindustrie, wenn man mich fragt. Ich würde durchdrehen, wenn ich nicht meinen iPod (jaja, Markensau) und meine Kopfhörer hätte. Ehrlich. Die Kopfhörer sind übrigens AKG 412 P. Ganz wunderbare Kopfhörer, Preis-Leistung hab’ ich noch nichts besseres gesehen gehört. Und außerdem von einer österreichsichen Firma.

Stirnlappenbasilisk

Die 10 unglaublichsten Gewinnspiellösungen im deutschen Fernsehen:

YouTube-Direktlink. via ICQ.

Manchmal fragt man sich…

was in den Köpfen von manchen Menschen vorgeht. Zum Beispiel in dem von meiner Schwester und ihren Freundinnen, wenn sie sich versammlen um das Finale von Gülcans Traumhochzeit zu sehen…

TV & me

Nach der Reform des ORF wollte ich ja etwas über den “neuen ORF” schreiben. Hier. Aber ich hab nie Zeit dazu gefunden. Oder genommen. Jetzt nehme ich Malte’s Fernsehführer im Spreeblick zum Anlass um doch nach was über die “größte Reform des ORF” zu schreiben.

Aber um ehrlich zu sein. Ich krieg davon relativ wenig mit. Mitten im Achten8ten hab ich mir einmal angeschaut. Und es ist schlecht. Schlechte Schauspieler. Gerold Rudle ist mir sowieso schon immer unsympathisch. Und nicht witzig. Auch nicht wirklich gelungen ist der Donnerstag Abend. Wer hatte den bitte die Schnapsidee eine Sendung im Monatsrythmus auszustrahlen. Da fehlt einem doch jeder Bezug auf das Format. Dann doch bitte 1-2 Monate jede Woche eine Sendung, aber doch nicht am 1. Donnerstag im Monat das, am 2. das, usw. Das ist einfach nur dumm.

Den Rest hab ich noch gar nicht gesehen. Vielleicht bin ich einfach nicht die Zielgruppe. Aber die Quoten zeigen das eigentlich so wirklich niemand die Zielgruppe ist.

Joost für alle

Joost ist zwar noch immer Beta. Aber jeder hat jetzt unlimitiert viele Einladungen. Ich hab meine vorhin gekriegt, leider bin ich in der Arbeit und kanns nicht testen. Wenn jemand eine Einladung braucht und bis ca. 16 Uhr warten kann, bitte in den Kommentaren melden.

Guten Morgen, Herr Frühstücksfernsehen!

Heute morgen beim Zähneputzen hatte ich einen merkwürdigen Gedanken: Was wäre wenn Fernsehsendungen Personen wären? Wie würden sie aussehen? Ich meine nicht die Moderatoren, sondern die Sendung. Also zum Beispiel der Herr Frühstücksfernsehen. Frühstücksfernsehen stell ich mir wie Animateure in einem Club vor. Braun gebrannt, immer gut drauf. Zumindest nach außen hin. Innerlich ausgebrannt. Kokain süchtig! Und damit er die qualvollen Stunden am Morgen durchhalten kann, eine Nase Speed.

Wo soll das noch hinführen?…