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3 Strikes out. Oder auch nicht.

Nur versierte Internet-Nutzer mit krimineller Energie können künftig Sperrungen von Seiten umgehen.

- Ursula von Leyen. (Quelle.)

Jetzt nehmen wir uns mal 27 Sekunden Zeit.

YouTube-Direktlink. (via killefit)

Ok, da geht es zwar im Moment noch um Kinderpornographie (und Deutschland), aber seien wir uns mal ehrlich, wenn es das erstmal gibt dauert es auch nicht lange bis zu 3 Strikes out wegen P2P. Oder halt auch nicht.

US-Provider zensieren das Internet

Während in den Nachrichten hauptsächlich um die Internet-Zensur in China während der Olympischen Spiele berichtet wird, zensiert auch der US-Provider Comcast weiterhin das Internet.

Comcast, einer der größten Internet-Service-Provider in Amerika, blockiert seit einiger Zeit den Zugang zum BitTorrent-Netzwerk, eindeutig ein Eingriff in die Net Neutrality.

In verschiedenen Anhörungen hat Comcast stets beteuert, den Datenverkehr über das BitTorrent-Protokoll lediglich in Stoßzeiten zu regulieren, nicht aber komplett zu unterbinden. Wie es scheint, hat der Kabelnetzbetreiber aus den USA die Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) belogen: Nach einer Studie des Max-Planck-Institutes (MPI) für Softwaresysteme in Saarbrücken blockiert Comcast entgegen den eigenen Angaben den Datenaustausch über BitTorrent systematisch und dauerhaft: “Der Anteil von blockierten Verbindungen ist zu allen Tageszeiten gleichbleibend hoch. Unsere Daten legen nahe, dass die BitTorrent-Blockade nicht von der Tageszeit abhängt.” Auch zwischen den Wochentagen gibt es kaum Unterschiede. Link.

Mittlerweile will sogar FCC Sanktionen gegen den Provider auferlegen. via.

Und Comcast geht sogar so weit, das Mitarbeitern die über die P2P-Sperre reden mit der Kündigung gedroht wird. via.

AT&T, also noch ein US-Provider, findet hingegen, dass das Nutzen von P2P zur Beendigung des Vertrages führen kann. via. Ich hoffe nur das diese Einstellungen nicht über den Atlantik zu uns kommen, immerhin kann und wird BitTorrent und andere P2P-Netze auch für legale Aktivitäten genutzt. Ein Zensur wäre als würde man Bücher per se verbieten weil sie auch illegale Inhalte verbreiten könnten…

Kein Internet für französische File-Sharer

Netzpolitik:

Das französische Kabinett hat heute das Gesetz für Internetsperrungen bei Urheberrechtsverstössen auf den Weg gebracht. Ziel ist es, eine Behörde zu schaffen, wo die Musik- und Filmindustrie mögliche Tauschbörsennutzer melden kann, und wo die Behörde dann Verwarnungen verschickt. Bei dem √¢‚Ǩ≈ìThree strikes and you are out√¢‚Ǩ¬ù-Konzept der Musikindustrie ist geplant, bei einer dritten Verwarnung einfach das Internet zu kappen und den Zugang zu zensieren.

Irgendwie sind da Musiker und Plattenfirmen nicht ganz einer Meinung. Da werden noch heitere Zeiten auf uns zukommen…

Wikileaks

Wikileaks ist ein Wiki-Projekt mit dem Zweck, anonym Dokumente, welche Regierungen, Firmen und andere Organisationen illegaler, verwerflicher oder menschenrechtsverachtender Praktiken überführen sollen, zu veröffentlichen. Das Projekt verfügt über einen Verschlüsselungsmechanismus, welcher zuverlässig verhindern soll, dass der Urheber bzw. der sogenannte Whistleblower eines Informationslecks (engl. leak = Leck) identifiziert werden kann.

Wikipedia.

A Californian judge ruled that Dynadot, the name registrar for Wikileaks.org, should remove all traces of Wikileaks from its servers and further should “prevent the domain name from resolving to the wikileaks.org website or any other website or server other than a blank park page, until further order of this Court.” The ruling followed an application from Bank Julius Baer, a Swiss bank named by Wikileaks as being involved in money laundering, to have documents relating to the company removed from the site.

via.

Damit wird Wikileaks nicht nur in China und Thailand zensiert, sondern auch in den USA. Wie war das mit der Freiheit? Wikileaks ist überigens weiterhin erreichbar.

Fehlendes Rückgrat

Generalsekretär Menard fordert die Industrienationen im ROG[Reporter ohne Grenzen]-Jahresbericht auf, sich stärker zu engagieren. “Das fehlende Rückgrat einiger westlicher Länder und führender internationaler Organisationen schadet der Pressefreiheit.” Der mangelnde Wille demokratischer Länder, die Werte zu verteidigen, für die sie selbst stünden, sei alarmierend.

ROG übte scharfe Kritik an Zensur im Internet. 2007 seien weltweit mindestens 37 Blogger verhaftet und 21 körperlich angegriffen oder bedroht worden. 2676 Seiten im Netz seien abgeschaltet oder zeitweise blockiert worden.

via.

Hoch lebe die Zensur

Bayerns Familienministerin Christa Stewens hat kindersichere Internetzugänge gefordert. Frei zugängliche gewaltverherrlichende, rechtsextremistische oder pornographische Inhalte hätten im Internet nichts verloren [...]

Und der durchschnittliche Vater muss dann wieder ins Puff. via.

Zensur in Dänemark

Ein Gericht in Dänemark hat den dortigen Internetprovider Tele 2 dazu verurteilt, den Zugang zur BitTorrent-Plattform The Pirate Bay zu blockieren.

derStandard

Damit wird für die dänische Bevölkerung der Zugang zum größten Distributor von Kultur und Wissen – urheberrechtlich geschützt oder nicht – blockiert

Sebastian Gjerding, Sprecher der schwedischen Lobby-Organisation Piratengruppen

China mag keine Web Adventeuerer

Blocked in China

webadventures.at ist in China geblockt. via.