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Musikdownloads und DRM: Stand der Dinge

Tonspion testet einige der größeren deutschen Musikdownloadstores hinsichtlich DRM und Verfügbarkeit. Ergebnis: nur 5 der Top 10 der deutschen Albumcharts sind überhaupt DRM-frei verfügbar und auch das nicht überall. Und Kid Rock gibt es gleich gar nicht digital zu kaufen. Egal, der hat eh genug Geld.

Wer zur Zeit bereit ist, sich legal Musik aus dem Netz zu laden, aber keine Musik mit Kopierschutzeinschränkungen haben möchte, muss sich auf eine langwierige Suche gefasst machen. Es gibt keinen einzigen Shop, der alles anbietet!

Man muss als Käufer tatsächlich ganz genau hinschauen und auf das Label achten: Während EMI inzwischen recht großzügig Material im MP3-Format anbietet, sperrt sich Universal bisher konsequent gegen die Abschaffung des Kopierschutzes für Downloads – zumindest in Deutschland. Im Ausland sieht das schon ganz anders aus.
Auch Warner hat sich inzwischen geöffnet und kooperiert in Deutschland umfassend mit 7digital bzw. Nowdio, während SonyBMG bisher nur sporadisch MP3 Downloads seiner Künstler heraus gibt.
Die meisten Independent-Labels haben im Vergleich zu diesen vier großen in der Regel kein Problem damit, ihre Alben auch im MP3 Format zu veröffentlichen.

Link. via.

Übrigens: Das Online-Musikmagazin laut.de hat den Service kix.de gestartet. Diese Suchemaschine durchsucht verschiedene Musicstores und zeigt an ob diese mit oder ohne DRM verfügbar sind und wieviel sie kosten bzw. ob man den Titel auch gratis herunterladen kann. Auch die passenden YouTube-Videos werden gleich mitverlinkt. Sollte man auf jeden Fall im Auge behalten.

Vermischtes

Frei != Frei

René freut sich über die Ankündigung, dass Amazon seinen MP3 Download Store noch in diesem Jahr international an den Start bringen will. Und klar, es ist eine gute Nachricht, dass man endlich MP3s von allen (Major-) Labels ohne DRM kaufen kann.

Aber man sollte bedenken das DRM-frei nicht unbedingt frei bedeutet. Es bedeutet nicht das die Kunden wieder König sind. Es bedeutet einfach nur das man den Freiraum der Kunden nicht mehr mit (sowieso nutzloser) Technik einschränkt sondern mit Terms of Use:

[...] you agree that you will not redistribute, transmit, assign, sell, broadcast, rent, share, lend, modify, adapt, edit, sub-license or otherwise transfer or use the Digital Content.

Amazon MP3 Music Service: Terms of Use. Hervorhebung von mir.

Diese Terms of Use verbieten es mir sogar Musik auf eine CD zu brennen und diese CD diese dann einem Freund zu borgen. Etwas, das ich mit einer CD die ich in einem Geschäft kaufe machen kann. Und darf.

Und überhaupt:

Upon your payment of our fees for Digital Content, we grant you a non-exclusive, non-transferable license to use the Digital Content for your personal, non-commercial, entertainment use, subject to and in accordance with the terms of this Agreement.

Hervorhebung von mir.

Mir gehören die gekauften MP3s dann nicht einmal. Ich erhalte lediglich eine Lizenz dafür. Wenn ich eine CD kaufe, dann gehört die mir. Und wenn sie mir nicht mehr gefällt, kann ich sie auch verkaufen. Oder verschenken. Wenn ich die CD im MP3-Format bei Amazon gekauft habe, habe ich… nichts.

Wie war das nochmal mit “der Kunde ist König”?

DRM Is Dead, But…

Still, privacy advocates were quick to point out that the watermarking is likely to produce fresh, empirical data that copyright material is ping-ponging across peer-to-peer sites — data the industry would use in its ongoing bid to tighten copyright controls, and to browbeat internet service providers to implement large-scale copyright-filtering operations.

Wired.

Auch wenn es jetzt einfacher ist gekaufte MP3s weiterzugeben, erlaubt ist es natürlich weiterhin nicht. Und mit Wasserzeichen ist es ein leichtes die Lieder zu ihren ursprünglichen Besitzern zurück zu verfolgen.

Ich glaube es wird noch ein sehr langer Weg für die Musikindustrie…

Fürn Arsch

DRM Klopapier

via.

DRM Hurts

Goodbye DRM

Jetzt ist es fix: Im iTunes Store wird EMI Musik zukünftig ohne DRM verkauft, allerdings kostet die Tracks um 30 Cent mehr, die Soundqualität soll allerdings auch doppelt so gut sein.

Auch Alben und Musikvideos werden ohne DRM ausgeliefert. Ohne das sich der Preis ändert.

Die EMI Pressemitteilung.

via.

Goodbye DRM?

Im Moment beschäftigen sich so gut wie alle Blogs in meinem Feedreeder mit einem Thema: Sagt EMI Goodbye zu DRM?

Der Hintergrund: Heute gibt EMI eine Pressekonferenz zum “new digital offering” und hat als Special Guest Steve Jobs eingeladen. Und der hat ja vor ein paar Monaten seine “Thoughts of Music” veröffentlicht und das Ende von DRM gefordert.

Wenn wirklich EMI DRM Lebewohl sagt, dann werden Digitale Musik Downloads auch für mich interessant, aber solange ich mit der Musik die ich kaufe nichts machen darf war das für mich einfach keine Alternative. Was ist wenn mein iPod eingeht und ich mir keinen Apple-Player mehr kaufen will? Dann kann ich die gesamte Musik die ich gekauft habe in die Tonne treten. Ohne DRM wär das alles kein Problem. Einach die MP3s auf einen anderen Player schieben und fertig. Und wenn die Musikkäufe dadurch steigen, werden auch die anderen Labels nachziehen. Da bin ich mir ziemlich sicher.

Nun ja, ich hoffe das Beste und erwarte das Schlimmste.

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